| ELIAH JOSHUA DON ist da! |
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| Geschrieben von: Alessandro | |||
| Mittwoch, den 25. September 2002 um 18:20 Uhr | |||
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Der Storch ist gelandet! Nach endlosen Terminverschiebungen und immer neuen Deadlines ist er nun doch noch gekommen und hat ihn uns gebracht! Mit einem Gewicht von 3240 Gramm und 50cm Grösse ist ELIAH JOSHUA DON um 17:20 Uhr CET im Zeichen der Waage zur Welt gekommen. (Au Backe! Statistisch gesehen bin ich als einziger Stier unter 3 Waagen unten durch...) Klar, ich weiss was ihr wissen wollt: JA, ich habe Fotos geschossen, NEIN ich hab sie nicht publiziert. Wieso? Weil ich erst die zweite Fotosession publizieren werde, da wie bei allen Geburten die Protagonisten ziemlich nackt sind und die Umgebung ziemlich blutig. Aha. Aber es wird Fotos geben, garantiert! Wer in Textform lesen möchte, wie es so abging, kann weiterlesen. Wer nur Fotos gucken will, muss halt noch ein bisschen warten. Ich werden dann die entsprechenden Links hier einfügen. Was ging ab... 23.09.2002 11:40 Uhr CET Ein weiterer Untersuch in der Frauenklinik Luzern. Laut Berechnungen sollte Eliah bereits am 9.9. kommen. Trotz absolut positivem Untersuchungsergebnis ist es langsam an der Zeit sich Gedanken über die Einleitung der Geburt zu machen, da das Übertragen ab einer gewissen Zeit zu Komplikationen führen kann. 24.09.2002 04:15 Uhr CET: Wir wissen, es ist die letzte Nacht vor der Geburt, ob natürlich oder eingeleitet. Also hatten wir nichts besseres vor als am Computer zu Spielen bis uns schier der Kopf auf die Tastatur fiel. Ich muss hier noch erwähnen, dass wir einen Highscore um den anderen erreichten!! 25.09.2002 08:00 Uhr CET: Claudia steht auf, wollte eigentlich länger Schlafen da wir an allen anderen Tagen Termine hatten. Doch der ab und zu harte Bauch hinderte Sie daran. Ok, nichts neues, immerhin konnte Sie bis dahin schlafen, was in der Schwangerschaft selten ist. (Wers erlebt hat, weiss wovon ich rede...) Nun gut, Sie machte sich Ihren Kaffee und ging rauf ins Büro zum Computer. 25.09.2002 12:00 Uhr CET: Ich habs tatsächlich auch noch geschafft mal endlich aufzustehen... Das einzige Problem das ich hatte waren meine brennenden Augen, ich sag jetzt nicht wieso... Als geborene kulinarische Wildsau (ich esse gern feine Mahlzeiten, koche aber keine solchen) war mir das Kaffeemachen zu anstrengend, also schob ich mir einen Schokoriegel ein. Claudia hatte immernoch ab und zu einen harten Bauch. Wir entschlossen uns Sergio zu besuchen. (Nicht der Sergio aus Rio von der Smirnoff Werbung, sondern unseren Erstgeborenen!) Ihn haben wir bereits im voraus bei Claudias Eltern untergebracht. Claudias Kontraktionen wurden zwar stärker, aber immernoch im grünen Bereich. 25.09.2002 15:00 Uhr CET: Nach einer Dusche sind wir in Eschenbach angekommen. Die Kontraktionen verschwanden während der Autofahrt komplett. Sergio war gut drauf und hat sich tierisch an uns erfreut. Nach dem herumtollen mit Sergio hab ich mich an die Installation des Modems gemacht, als plötzlich mittendrin die Kontraktionen immer heftiger wurden. Die Abstände verringerten sich wieder auf 2 bis 7 Minuten. Man muss kein Genie sein um zu erkennen dass sich hier etwas tut. Wir entschieden uns in Richtung Spital zu fahren. 25.09.2002 16:15 Uhr CET: Wir sind im Spital angekommen. Die ganze Fahrt über war Claudia mit Ihren in kurzen Abständen wiederkehrenden Wehen beschäftigt. Ich meinerseits habe die Gas- und Bremspedale so Vorsichtig wie noch nie bedient. Jeder Gullideckel könnte zu einem Fiasko führen. Aber wir haben es geschafft! 25.09.2002 16:40 Uhr CET: Endlich, jemand hat Zeit für uns gefunden. Die Frauenklinik ist total überfüllt. Seit 3 Tagen sind ALLE Betten besetzt, der Stress total mit über 10 Geburten pro Tag!! Auf alle Fälle fanden Sie noch ein Geburtszimmer für uns und wollten gleich mal mit der Standardprozedur beginnen. Puls und Wehentätigkeit für eine halbe Stunde aufzeichnen. Kaum war das Gerät angehängt, wurden die Wehen wieder stärker. Es vergingen keine 5 Minuten, und da ist auch schon die Fruchtblase geplatzt. Kurz auf den Rufknopf gedrückt, erschien auch schon die Hebamme. Sie wollte kurz nachsehen, ob sich der Gebärmuttermund schon geöffnet hat. Der Untersuch überraschte uns alle. Ich konnte mit der Hebamme zusammen bereits das Köpfchen von Eliah sehen!! 25.09.2002 17:00 Uhr CET: Die Post geht ab! Kurz den Alarm ausgelöst, schon brausen eine weitere Hebamme sowie eine Ärtztin herein. In einem saumässigen Tempo werden Korpusse herumgeschoben, Schalen gefüllt, Laken gewärmt, und und und... Alle wuselten im einem Heidenstress um mich und Claudia herum, aber auf meine Frage hin ob ich Ihnen im Weg stehe antwortenen alle in einer Seelenruhe: Nein nein, bleiben Sie ruhig bei Ihrer Frau. Kein Problem. Eine Sekunde später hört man Sie wieder untereinander Reden: Wo ist die Infusion? Keine Zeit mehr, muss ohne gehen. Anamnese? Noch nicht geschrieben. etc. etc. Irgendwie packte mich das Gefühl, dass diese Geburt wesentlich schneller von statten gehen wird als die erste... 25.09.2002 17:20 Uhr CET: Ein paar kräftige Wehen und genausoviele schmerzvolle Schreie später war Eliah bereits auf der Welt. Und obwohl diesmal Claudia die Nabelschnur durchtrennen wollte, kam wieder ich in den Genuss dessen (Ich bin jetzt Profi darin!). Claudia erhielt dafür Eliah zuerst auf die Brust, während ich fasziniert das Entfernen der Nachgeburt mitverfolgte. 26.09.2002 01:30 Uhr CET: Claudia ist inzwischen in einem falschen Stockwerk (da die Gebärabteilung überfüllt ist) untergebracht worden. Ich denke, Sie wird inzwischen schlafen, zumindest bis etwa 04:00 Uhr. Denn da wird die Gebärmutter wieder untersucht... Ich hoffe Sie kann danach wieder einschlafen. Eliah wird wohl ebenfalls schlafen. Zumindest hat er dies in den 2 Stunden die ich ihn auf den Armen getragen hatte. Zufrieden und geschafft. Und genauso geht es mir. Nachdem ich diesen Text fertiggeschrieben habe, werd ich wohl ins Bett gehen. Zufrieden und nur mit einem Schokoriegel im Bauch.
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| Zuletzt aktualisiert am Montag, den 25. Februar 2008 um 17:14 Uhr |




